Steinheimer Familien und Generationenzentrum in Trägerschaft der evang. Kirchengemeinde Steinheim am Main


Zum Erinnern und Gedenken im Alltag an die Steinheimer Opfer des Nationalsozialismus

Seit September 2007 gibt es die Initiative Steinheimer Bürgerinnen und Bürger, des Heimat- und Geschichtsverein Steinheim/Main e.V. und der drei Steinheimer Kirchengemeinden, die sich mit dem mit dem Erinnern und Gedenken im Alltag an die Steinheimer Opfer des Nationalsozialismus beschäftigt. Nach ausführlicher Recherche und mehreren öffentlichen Diskussions- und Informationsveranstaltungen war die Initiative 2008 zu dem Entschluss gekommen, das Gedenken im Alltag in Form des Kunstprojekts „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig zum Ausdruck bringen zu wollen. Die Kosten und die Pflege der „Stolpersteine“ werden sowohl einzelne Bürgerinnen und Bürger von Steinheim/M übernehmen als auch die Eppstein-Schule, das Steinheimer Kolpingwerk, die drei Steinheimer Kirchengemeinden.

Im Jahr 2011 haben der Ortsbeirat von Steinheim/M, der hessische Landesverband der jüdischen Gemeinden, die jüdische Gemeinde Hanau und der Oberbürgermeister der Stadt Hanau, Claus Kaminsky, das Vorhaben begrüßt und es kann, so hoffen wir mit der Verlegung der „Stolpersteine“ für die jüdischen Opfer im Herbst 2011 begonnen werden.

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Zum Holocaustgedenktag, dem 27. Januar 2011 informierte die Initiative in einer Ausstellung im Marstall des Steinheimer Schlosses über das Leben und die Familien der Bürgerinnen und Bürger, für die ein Gedenkstein verlegt werden soll und wo sie wohnten, bevor sie vertrieben oder deportiert wurden: Leopoldine, Alfred, Fred und Bertha Herz, Albert, Siegmund und Klara Herz; Hermann und Emma Herz, geb. Neuhaus; Rosa Sarah Loeb; Arthur Mayer; Karoline (Lina) Meyersohn, geb. Wertheim, Johanna (Else) und Wilhelm Meyersohn; Jakob und (Emma) Oppenheim, geb. Stein; Leopold und Mathilde Oppenheimer, geb. Oberdörfer, Na-than Selig, Ruth Aufseeser, geb Selig, Manfred, Fritz (Siegfried) und Melitta Selig.

Für sie wird der Künstler Gunter Demnig im Gehweg, auf öffentlichem Grund vor dem Haus, in dem sie gelebt haben, zur Erinnerung einen Gendenkstein verlegen. Der Termin der Verlegung soll nach Möglichkeit im Herbst dieses Jahres sein.

Weitere „Stolpersteine“ sollen in den nächsten Jahren für andere Opfer des Nationalsozialismus folgen.

Parallel dazu bemüht sich die Initiative zusammen mit Schülern den alten jüdischen Friedhof Steinheims wieder als solchen kenntlich zu machen und seine wechselvolle Geschichte vor Ort zu dokumentieren. Die Umfriedung soll wieder geschlossen und der Eingang mit einem Tor gestaltet werden.

alter juedischer friedhof 2Symbolische Wiederherstellung des Steinheimer Alten Jüdischen Friedhofes am 27. Januar 2015

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